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Mai 30

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Die re:publica 13 und der Freiraum, den Social Media bietet

„Wow!“

 

Das war wohl der Gedanke, den ich am öftesten hatte auf der re:publica 13 in Berlin. – Wenn ich überhaupt Zeit zum Denken hatte. So viele Eindrücke, so viele Menschen, so viele Ideen.

Dabei ging es letztendlich ums Denken, um den Austausch von Ideen, neuen Konzepten, Kritik und Diskussion.

 

Vom 6.-8. Mai öffnete die „Konferenz über Blogs, soziale Medien und digitale Gesellschaft“, wie sie sich selbst beschreibt, ihre Tore für uns Internet-Verliebte. Auf mehreren Bühnen und in Workshop-Bereichen gab es allerlei zu sehen, zu hören und zu tun. Talks, Diskussionen und Workshops rangen um die spärliche Zeit. Denn obwohl das Programm jeden Tag etwa 10 Stunden füllte, lief so viel parallel, dass man sich kaum entscheiden konnte, was man ansehen sollte. Zum Glück wurden die Bühnen 1-5 gefilmt und so kann man sich nachträglich im Internet ansehen, was man verpasst hat.

 

Doch auch jetzt, zweieinhalb Wochen später, habe ich noch immer nicht alles verarbeitet, nicht alle Videos gesehen, die ich mir vermerkt hatte, nicht alle Leute kontaktiert, die ich dort kennenlernte, nicht alle re:publica-Reader und das Magazin zu Ende gelesen, keinen einzigen Artikel in meinem Blog darüber geschrieben.

 

Ich habe die re:publica als einen wunderbaren Freiraum erlebt. Ein Freiraum, wie sie eben nur die sozialen Medien bieten können. Es ist das gute Gefühl, sich unter Gleichgesinnten zu bewegen und die Akzeptanz zur freien Meinungsäußerung.  Wo sonst könnte man so viele Menschen treffen, die zum Gespräch auf Augenhöhe bereit sind, zu genau dem Thema, zu dem man sich unterhalten möchte, als im Internet? Wo sonst könnte man die Menschen treffen, die man sonst niemals in seinem „Real Life“-Umfeld sammeln könnte? Und wo sonst könnte man sie tatsächlich treffen als auf der re:publica?

 

Wer Facebook und Co. nur dafür nutzt, dieselben Bekannten zu unterhalten, denen er eine Generation zuvor am Stammtisch gegenüber gesessen hätte, der hat Sinn und Vorteil von sozialen Medien nicht verstanden. Soziale Medien geben uns die Möglichkeit, mit Menschen aus anderen Städten, anderen Schichten, anderen Ländern, anderen Glaubensgemeinschaften zu sprechen.

Sie geben Fremden die Möglichkeit, sich unter dem Banner gemeinsamer Zielsetzungen zu verbünden und bereichern unseren Wissensaustausch um vorher unzugängliche Perspektiven.

 

Die Menschen, die sich auf der re:publica trafen, war das klar. Wie im Netz selbst wurde kein Blatt vor den Mund genommen, kein Thema war zu heikel, keine Idee zu klein, um sie zu besprechen.

Was mich auch faszinierte war die Mischung. Wo andere Gemeinschaften, Clubs, Konferenzen und Berufsgruppen klare Vorstellungen von ihrer eigenen Identität haben und gerne eine gewisse Konformität und Versnobtheit an den Tag legen, ist die Netzgemeinschaft fließend.

Hier wird nicht nach außen dicht gemacht, hier trifft man alle Altersgruppen zwischen und inklusive Schülern und Rentnern, hier trifft man Politiker, Freizeitblogger, Social Media Manager, Aktivisten, Programmierer, Geldmacher, Geschäftsleute und all solche, die einfach Spaß am Thema haben.

Es gibt keinen offiziellen oder inoffiziellen Dresscode.

Individualität ist Trumpf, wer ein besonderes Erkennungsmerkmal hat, kann das einsetzen. Er muss aber nicht. Man muss nicht auffallen, um sich zugehörig fühlen zu können.

 

Das ist für mich die Faszination Social Media: die Einladung zur Vielfalt, zur Individualität, zur Verbindung und Diskussion zwischen Leuten, die sich im normalen Leben nicht zweimal ansehen würden, sollten sie sich überhaupt mal begegnen!

 

 

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Dieser Artikel ist Teil der #SoMM-Blogparade zum Thema „Faszination Social Media“.

 

Andere Artikel findet Ihr hier:

 

  • Den Startschuss gibt Stef Bauske, im Mediengarten. Sie hat die Blogparade auch initiiert und koordiniert. Vielen Dank dafür!
  • Silja Moser-Salomon schreibt in ihrem Blog “Flüstertüte
  • Denise Brauch in ihrem Social Media Blog
  • Bloggela gibt den Stab weiter. Und das am Tag der Arbeit…
  • Social Media: it´s a Minsworld!
  • Zum Netleben gehören natürlich auch soziale Netzwerke. Warum? Lesen Sie hier…
  • Die Bianka hat sich dazu ganz BB Wortgewandt auch ihre Gedanken gemacht
  • Auf der Lernspielwiese hat sich auch eine Dozentin des Lehrgangs beteiligt. Danke Monika!
  • Dr. Franziska Kümmerling teilt uns ihre Sicht in der Druckstelle mit…
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  • Online Community Manager Sascha Tams ist auch fasziniert
  • Und zum Guten Kundenservice gehört soziale Vernetzung schon lange – weiß Markus Wollenweber
  • Extrawerbung verfügt über große Erfahrung, aber die Faszination hat bis heute nicht nachgelassen

 

 

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